Schüler fragen, Studenten antworten:

Muss man für ein Sportstudium selber sportlich sein?

Eigentlich würde ich gerne Sport studieren. Ich bin zwar auch nicht unsportlich, aber auch keine Sportskanone. In den Sportfächern in der Schule habe ich meistens eine 2 oder 3, und ich bin auch nicht in einem Sportverein.

Muss man denn für ein Sportstudium total sportlich sein oder kann man das auch als „normaler“ Mensch studieren?

Die Antworten von Sportstudenten:

Sören, Absolvent Sportmanagement an der Sporthochschule Köln

Das hängt stark von der Universität ab. Es gibt zahlreiche Sportmanagement-Studiengänge, die gar keinen praktischen Anteil besitzen. An anderen Universitäten muss man häufig einige Grundlagen-Kurse belegen. Das meiste ist jedoch mit Training durchaus gut zu bestehen.

Francesco, Absolvent Sportmanagement der SRH Heidelberg

Eine sehr gute Frage. Die meisten Studienbewerber verwechseln hier häufig die Sportwissenschaft (u. a. Trainingslehre) mit dem Sportmanagement. Mit demSportmanagement-Studium soll man ja kein Hochleistungssportler werden, sondern man strebt eher den Karriereweg von Rainer Calmund an. Und Rainer Calmund ist alles andere als sportlich ;). Eines meiner Vertiefungsfächer war jedoch Sportwissenschaft. Bei diesem Kurs konnte man dann sportlich tätig sein. Alle anderen Fächer, die man während des Studiums belegt, erfordern keine sportlichen Tätigkeiten.

Jule, Studentin Sportwissenschaften an der Uni Bielefeld

Man sollte auf jeden Fall eine Affinität zum Sport haben und nicht völlig unsportlich sein. Es kommt dann aber auf den jeweiligen Studiengang an. Im Lehramt zum Beispiel ist der Praxisbezug noch viel mehr gegeben und da muss man sich schon darauf einstellen, dass man komplett alle Sportarten einigermaßen beherrschen sollte, da dies theoretisch und auch praktisch gefragt ist. Aber keine Angst! Man muss kein Profi sein! Man hat die Chance, vieles zu trainieren und zu üben, und auch da können wieder die Kommilitonen eine große Hilfe sein. Im Sportmanagement Studium zum Beispiel hat die Praxis nur einen geringen Anteil, da das Berufsfeld später ja auch ganz anders ist, aber auch hier kommt es immer auf die Hochschule an.

Damian, Student Sportwissenschaften an der Sporthochschule Köln

Man benötigt diverse physische Fähigkeiten und auch Vorstellungsvermögen in dieser Hinsicht, um insbesondere die Praxis zu meistern. Im Laufe des Sportstudiums muss man aus allen Sportbereichen verschiedene Kurse und Weiterbildungen wählen. Eine Sportlichkeit wird dementsprechend vorausgesetzt und benötigt, z.B. auch, um die schwierige Hürde der Sporteignungsprüfung zu schaffen. An der Deutschen Sporthochschule und der Universität Leipzig ist diese Prüfung wohl am härtesten.

Nicolas, Absolvent Sportmanagement an der Ostfalia Hochschule

Es ist natürlich von Vorteil, wenn man selbst sportlich ist. Die Anforderungen der Universitäten gehen dabei aber weit auseinander. Am besten, man schaut sich die Aufnahmeprüfung an, die viele Universitäten mittlerweile im Programm haben. Von diesen kann man die zu erwartenden sportlichen Leistungen während des Studiums sehr gut ableiten, da diese mindestens genauso hoch oder höher sind. Am besten man wirft darüber hinaus einen Blick in die Modulhandbücher der Universitäten. Dort kann man sehen wie viel Sport wirklich in dem Studium vorhanden ist und was in den Prüfungen gefordert wird.

Kevin, Master-Student Sportmanagement an der SRH Heidelberg

Kein Leistungsnachweis erfolgt aufgrund einer sportlichen Leistung. Deshalb ist Sportlichkeit kein muss. Sport mitverfolgen ist jedoch wichtig.

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