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Sporteignungsprüfung: Vorbereitungstipps

Eine gute Vorbereitung ist das A und O, wenn es um die erfolgreiche Teilnahme am Sporteignungstest geht. Wir haben Sportstudierende zu ihren Erfahrungen befragt und hilfreiche Tipps für die optimale Vorbereitung gesammelt.

Egal, an welcher Uni du dich bewirbst: Es gibt ein paar Grundregeln, die du bei der Vorbereitung auf die Sporteignungsprüfung beachten solltest. Im Folgenden haben wir alle wichtigen Tipps und Hinweise für dich zusammengetragen – von einer Packliste bis zu hin den besten Tricks der Sportpsychologen.

Logischerweise ist die körperliche, also die sportliche Vorbereitung das Wichtigste, um die Sporteignungsprüfung (auch "sportpraktischer Test" genannt) zu bestehen. Du solltest also deinen eigenen Leistungsstand genau kennen, um mögliche sportliche Defizite gezielt angehen zu können. Hinzu kommt, dass die Sporteingangsprüfungen von Uni zu Uni sehr unterschiedlich ausfallen können. Daher ist die vorherige Recherche der Anforderungen sehr wichtig. Und am Prüfungstag selber brauchst du eine clever gepackte Sporttasche mit allem, was du für den Prüfungstag brauchst – von den richtigen Lebensmitteln bis hin zu Handtüchern.

Unser Tipp

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Einschätzungen zur Sporteignungsprüfung von Sportstudierenden

Damit du eine realistische Einschätzung zur Vorbereitung auf die Sporteignungsprüfung bekommst, haben wir Tipps von Menschen gesammelt, die bereits Erfahrung mit dem Sporttest haben. Kurz: Wir haben diejenigen gefragt, die es wissen sollten, denn sie haben den Sporteignungstest schon bestanden.

Hier kannst du die Ratschläge von Sportstudierenden nachlesen:

  • Kim, Studentin Sportwissenschaft an der Uni Stuttgart

    Bei der Sporteingangsprüfung kommt es immer ganz darauf an, wie sportlich und „allround-talentiert“ man ist und vor allem auch, aus welcher Sportart man kommt. Aber in der Regel werden Vorbereitungskurse an der jeweiligen Universität angeboten.

    Im Allgemeinen kann man sagen, dass sechs bis acht Wochen Vorbereitung völlig normal sind. Spezielle Empfehlungen für das Training sind das Trainieren für Grundlagenausdauer und Beweglichkeit, aber natürlich auch das Üben der einzelnen Sportarten.

  • Damian, Student Sportwissenschaften an der Sporthochschule Köln

    Je nachdem, wie sportlich man bereits ist (Motorik-, Koordination- und Ausdauerfähigkeit), ist die Eignungsprüfung machbar; aber nicht ohne Vorbereitung!

    Ich würde empfehlen, sich ca. sechs bis zwölf Monate auf die 20 Leistungsnachweise vorzubereiten und hart zu trainieren, um sicherzugehen, die Prüfungen zu bestehen. Schwimm- und Turnfähigkeit ist oft ein Problem bei den männlichen Kandidaten, bei Frauen ist es eher die Ausdauerfähigkeit. Die meisten anderen Disziplinen kann man sich aus den verschiedenen Bereichen aussuchen, jedoch nicht den Stundenplan am Tag der Eignungsprüfung. Wichtig ist, fit zu sein und einen kühlen Kopf zu bewahren!

  • Jule, Studentin Sportwissenschaften an der Uni Bielefeld

    Die Sporteignungsprüfung sollte man auf gar keinen Fall unterschätzen. Selbst die besten Sportler haben da in der einen oder anderen Prüfung schon ihre Probleme gehabt.

    So pauschal kann man nicht sagen, wie lange man sich darauf vorbereiten sollte, da es davon abhängig ist, wie viele Defizite vorhanden sind. Man sollte sich auf jeden Fall mindestens drei Monate vorher damit beschäftigen, was die genauen Anforderungen sind und alles vorher trainieren.

    Tipps kann man sich zum Beispiel von Sportlehrern holen, wenn man sich nicht sicher ist, was die genauen Anforderungen sind. Auch in Sportvereinen kann man nachfragen, wenn man mit einzelnen Disziplinen nicht zu Recht kommen sollte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass vor allem das Turnen eine große Hürde darstellt und man sich da besonders gut drauf vorbereiten muss.

  • Kay, Absolvent Sportwissenschaften an der Uni München

    Das ist schwer zu sagen. Jeder ist natürlich unterschiedlich fit und hat unterschiedliche Stärken und Schwächen. Um sich einen Überblick zu verschaffen, kann man sich auf der Internetseite der jeweiligen Uni deren Anforderungsprofil, mit den Ausschlusszeiten ansehen. Am besten einfach mal ausprobieren oder Zeiten stoppen, dann weiß man direkt, wo man noch etwas tun muss.

    Besonders wichtig, um auch den ganzen Tag des Tests zu schaffen, ist eine gute Grundausdauer, die nochmals beim Schwimmen und 3.000-Meter-Lauf gefragt ist, da diese Disziplinen bestanden werden müssen. Jedoch wird der so genannte Sprunggürteltest bei uns an der Uni München am häufigsten unterschätzt!


Die Vorbereitungen

Aber wie sieht die optimale Vorbereitung für die Sporteignungsprüfung aus? Hier sind unsere Tipps für die körperliche, psychische und inhaltliche Vorbereitung.

Welche Anforderungen du in der Sporteignungsprüfung erfüllen musst, erklären wir dir mit konkreten Beispielen im Artikel "Sporteignungsprüfung: Die Anforderungen".

Sporteignungstest Anforderungen

Körperliche Vorbereitung

Der wichtigste Teil der Vorbereitung ist natürlich das Training, denn hier eignest du dir die notwendige Kraft, Ausdauer und koordinatorische Fähigkeiten an, die zum Bestehen der Sporteignungsprüfung unbedingt notwendig sind.

  • Trainingsplan erstellen

    Professionelle Trainingsinstitute empfehlen einen Zeitraum von bis zu einem halben Jahr vor der eigentlichen Prüfung, denn so lange kann es dauern, bis sich dein Leistungsniveau stabilisiert hat. Du solltest außerdem eine gewisse Kulanzzeit einplanen, falls etwas mal nicht so läuft wie geplant (vielleicht hast du Schwierigkeiten mit einer Disziplin oder kannst über einen längeren Zeitraum nicht trainieren). Ein Trainingsplan ist bei der Vorbereitung hilfreich. Damit kannst du unter Berücksichtigung deiner individuellen Voraussetzungen genau festlegen, mit welchen Übungen und Trainingseinheiten du dein Ziel am besten erreichst und zu welchen festgelegten Zeiten du am besten trainierst.

    Optimalerweise beinhaltet dein Plan auch Ruhetage, die deinen Muskeln und Nerven die Möglichkeit zur notwendigen Regeneration geben.

    Berücksichtige beim Erstellen deines Trainingsplans, dass es in der Prüfung nicht nur um Kraft und Ausdauer, sondern auch um Koordination und Technik geht. Nimm dir deswegen ausreichend Zeit, um die verschiedenen Bewegungsabläufe und Techniken zu erlernen und zu trainieren. Viele Bewerber/innen scheitern in der Prüfung nicht an mangelnder Kraft, sondern an fehlenden technischen Fähigkeiten. Ein gutes Beispiel ist das Kugelstoßen: Hier kommen zwar viele der Teilnehmer/innen auf die geforderte Weite, werfen die Kugel aber mehr, als dass sie sie stoßen – und bestehen die Disziplin dementsprechend nicht.

  • Gemeinsam trainieren

    Versuche, zusammen mit einem Trainingspartner/einer Trainingspartnerin zu üben. Das ist nicht nur gut für deine Motivation, sondern auch praktisch, denn dein/e Partner/in kann deine Zeiten und Werte messen, deine Technik analysieren und Verbesserungsvorschläge machen. Im besten Fall hat er/sie ebenfalls sportliches Fachwissen oder bereitet sich auf denselben Test vor wie du.

    Mannschaftssportarten oder Disziplinen mit einem hohen technischen Anspruch wie Badminton oder Turnen, lassen sich am besten in einem entsprechenden Verein trainieren. Hier kannst du die Hilfe von Trainer/innen in Anspruch nehmen und gemeinsam mit erfahrenen Sportler/innen trainieren.

  • Die richtige Ernährung

    Deine Ernährung kann in der Vorbereitungszeit und am Tag des Eignungstests ein wichtiger unterstützender Faktor sein. Lebensmittel wie Reis, Kartoffeln, Haferflocken oder Vollkornprodukte sorgen für gut gefüllte Kohlenhydratspeicher und damit für viel direkt abrufbare Energie während des Trainings. Proteinhaltige Lebensmittel wie Hülsenfrüchte oder Fleisch fördern hingegen den Aufbau von Muskeln. Als Getränke eignen sich am besten stilles Wasser, isotonische Drinks oder Fruchtsäfte ohne künstlichen Zuckerzusatz.

Inhaltliche Vorbereitung

Wenn du dich im Vorfeld inhaltlich auf die einzelnen Übungen und Disziplinen vorbereitest, weißt du genau, was auf dich zukommt und du wirst die Prüfungen mit einem kühlen Kopf meistern.

  • Den zeitlichen Ablauf der Prüfung kennen

    Um dich zielgerichtet auf den Tag der Sporteignungsprüfung vorbereiten zu können, solltest du den Ablauf des Sporteignungstests kennen. Die Prüfung beginnt in der Regel zwischen 7.30 Uhr und 8.00 Uhr und dauert ca. bis 17.00 Uhr oder 18.00 Uhr. Die meisten Hochschulen veröffentlichen einige Wochen vor dem eigentlichen Test einen genauen Ablaufplan oder versenden diesen per Mail an die Teilnehmer/innen.

    Generell folgt der Ablauf immer dem gleichen Prinzip: Nachdem du an der Hochschule angekommen bist und dich mit deinen Unterlagen zur Prüfung angemeldet hast, gibt es erst einmal eine Begrüßung der Anwärter/innen und eine kurze Ansprache durch Angestellte der sportwissenschaftlichen Fakultät. Danach werden die Bewerber/innen in Gruppen eingeteilt, die alle Disziplinen in unterschiedlichen Reihenfolgen absolvieren. Der Ausdauerlauf steht meist am Ende der Prüfung.

  • Spielregeln und Zählmethoden kennen

    Wer eine Sportart erfolgreich ausüben will, sollte natürlich auch ihr Regelwerk kennen. Denn die Prüfer/innen des Sporteignungstest achten neben Kraft und Geschicklichkeit besonders darauf, ob du dich an die Vorgaben der jeweiligen Disziplin hältst. Wenn beim Schwimmen zum Beispiel die Beinbewegung entsprechend des internationalen Regelwerks gefragt ist, solltest du wissen, wie du diese korrekt ausführst.

    Gleiches gilt für Sportarten wie Handball, Fußball, Badminton oder Basketball. Hier wird ein sogenanntes „regelgerechtes Spielverhalten“ gefordert, dessen Nicht-Beachtung schnell zu der Bewertung „Nicht bestanden“ führen kann. Informationen zu den Regeln aller möglichen Sportarten findest du entweder in der Fachliteratur, dem Internet oder du lernst sie in Sportvereinen.

Psychische Vorbereitung

Der lange Tag der Sporteignungsprüfung zehrt nicht nur an deinen physischen Kräften, sondern auch an den Nerven. Eine ausgiebige mentale Vorbereitung hilft dir, am Tag der Prüfung ruhig und konzentriert zu bleiben. Hier sind einige Tipps, die dir helfen können, während der Prüfung mental am Ball zu bleiben:

  • Habe beim Training stets dein Ziel vor Augen.

    Das hilft gegen eventuell auftretende Motivationstiefs. Am besten funktionieren positiv besetzte Sätze oder Bilder (zum Beispiel: „Ich werde Sport studieren“ oder die Vorstellung, wie du dich nach der erfolgreich bestandenen Prüfung an deiner Wunschuni immatrikulierst), die du während des Trainings immer wieder abrufen kannst.

  • Verinnerliche den optimalen Ablauf der Übungen.

    Spiele den optimalen Verlauf der Prüfungssituation in deinem Kopf immer wieder wie eine Art Drehbuch durch und wiederhole den Prozess so lange, bis sich der Ablauf automatisiert hat. Hast du das einmal verinnerlicht, kannst du dein Drehbuch unmittelbar vor der eigentlichen Prüfungssituation abrufen. Das gibt dir Sicherheit bei der Durchführung und hilft gegen Nervosität.

  • Plane alternative Strategien.

    Natürlich läuft nicht immer alles optimal. Überlege dir deswegen im Vorhinein, was schief gehen könnte und lege dir entsprechend alternative Strategien zurecht. So erwischt dich eine unvorteilhafte Situation nicht auf dem kalten Fuß und du hast direkt eine entsprechende Reaktion parat.

  • Bleibe entspannt.

    Lerne eine Entspannungstechnik, die du sowohl vor der Prüfung als auch in den Pausen zwischen den einzelnen Disziplinen anwenden kannst. Hierfür eignen sich zum Beispiel Atemtechniken oder die progressive Muskelentspannung sehr gut. Solche Techniken kannst du überall und ohne großen Aufwand oder Materialeinsatz durchführen.

  • Gehe positiv mit Stress um.

    Der Umgang mit Stress und Nervosität ist auch eine Frage der geistigen Haltung. Du solltest versuchen, Stress nicht als Bedrohung, sondern als eine Herausforderung anzusehen So wird nicht deine Angst, sondern vielmehr dein Ehrgeiz stimuliert.

  • Nutze die Pausen zur effektiven Entspannung.

    Körper und Geist brauchen Regenerationsphasen, damit du anschließend wieder die volle Leistung bringen kannst. Höre in den Pausen zum Beispiel Musik oder wende eine der oben genannten Entspannungstechniken an. Mach dich nicht verrückt, wenn eine Pause länger dauert als vorgesehen, sondern bereite dich mental oder durch Aufwärmen am besten schon mal auf die nächste Disziplin vor.

  • Halte die Konzentration.

    Versuche, im Moment zu bleiben und beschäftige dich nicht mit bereits vergangenen oder noch in der Zukunft liegenden Situationen. Beide kannst du in diesem Moment nicht (mehr) beeinflussen. Dieses Wissen hilft dir, deine Konzentration auf das Hier und Jetzt zu fokussieren.

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Checkliste: Was sollte ich zur Sporteignungsprüfung mitnehmen?

Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen und die Eignungsprüfung steht vor der Tür – was darf jetzt auf keinen Fall im Gepäck fehlen? Damit du nichts Wichtiges vergisst, haben wir eine umfassende Checkliste für dich zusammengestellt.

  • Dokumente
    • Personalausweis
    • Passfoto
    • Ärztliche Bescheinigung (sollte nicht älter als drei Monate sein)
    • Beleg der form- und fristgerechten Anmeldung für die Sporteignungsprüfung
    • Je nach Hochschule müssen am Tag der Prüfung auch zusätzliche Qualifikationen wie z. B. ein DLRG Ausweis in Bronze vorgelegt werden.
    • Je nach Hochschule muss teilweise der Beleg über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs nachgewiesen werden.
  • Equipment
    • Angemessene Sportkleidung: Dazu gehört zum Beispiel ein Badeanzug statt eines Bikinis oder eine eng anliegende Badehose statt einer Shorts (enge Badekleidung bietet im Wasser weniger Widerstand und kann so wertvolle Sekunden einsparen).
    • Ausreichend warme Kleidung zum Überziehen zwischen den Pausen verhindert das Auskühlen der Muskeln. Je nach Witterung solltest du auch wetterfeste Kleidung einpacken.
    • Hallenschuhe und je nach gewählter Sportart ggf. Fußballschuhe, Spikes etc.
    • Schwimmbrille und Badekappe (in der Regel erlaubt und definitiv sinnvoll)
    • Handtuch und Badeschlappen
    • Entsprechende Schläger für das Rückschlagspiel (Tennis, Badminton, Tischtennis …) wenn du mit deinen eigenen Schlägern spielen willst.
    • ggf. CD bzw. Handy mit Bluetooth-Verbindung mit deiner eigenen bewilligten Musikauswahl, falls für eine Tanzroutine gefordert
    • ggf. Sicherheitsnadeln für die Befestigung einer Startnummer
  • Snacks

    Da die Prüfung fast den ganzen Tag dauert, ist es sehr wichtig, die richtigen Lebensmittel mitzunehmen. Statt Traubenzucker, der das Blutzuckerlevel nur kurzfristig steigert, sind zum Beispiel Obst wie Bananen und Äpfel oder auch Vollkornbrot und Müsliriegel langfristige Energielieferanten. Du solltest unbedingt auch darauf achten, ausreichend Wasser (am besten ohne Kohlensäure) und/oder isotonische Getränke im Gepäck zu haben.

Je nach Hochschule können auch noch andere Sachen wichtig sein. Einige Unis verlangen den Upload oder Versand von Unterlagen wie dem ärztlichen Attest oder dem Passfoto im Voraus. All das geht aber aus den Informationen auf der Website der jeweiligen Uni hervor, bei der du dich für den Sporttest anmeldest. Bei Unklarheiten kannst du natürlich jederzeit Kontakt mit der Studienberatung aufnehmen.


Und zu guter Letzt …

Keine Panik! Auch wenn die hohen Durchfallquoten dazu verleiten mögen. Erfolgreiche Absolventen berichten immer wieder, dass viele der Bewerber/innen, die die Prüfung nicht bestehen, oft nicht ausreichend vorbereitet waren, die falsche Kleidung dabei hatten oder einige der gefragten Disziplinen gar nicht kannten.

Mit einer umfassenden Vorbereitung und regelmäßigem Training hast du gute Chancen, die Sporteignungsprüfung zu bestehen und einen der begehrten Studienplätze zu ergattern.

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