Das Sportstudium: privat oder staatlich?

Neben den staatlichen bzw. öffentlichen Hochschulen gibt es noch jede Menge private (Fach)Hochschulen und Akademien, die ebenfalls Studiengänge aus dem Bereich Sport anbieten. Was die Unterschiede und die Vor- und Nachteile sind und welchen Studiengang man wo studieren kann, erläutern wir dir im folgenden Artikel.

 

Zwischen staatlichen und privaten Hochschulen gibt es große Unterschiede; diese beziehen sich allerdings nicht nur auf die Höhe der Studiengebühren, sondern unter anderem auch auf die Organisation, den konkreten Studienablauf und die Studienauswahl.

Gerade im Bereich Sport werden bestimmte Studiengänge vor allem von privaten und andere eher, oder nur von staatlichen Instituten angeboten. Das lässt sich gut am Beispiel des Studiengangs Sportmanagement deutlich machen. Dieser kann sowohl an staatlichen als auch an privaten Hochschulen studiert werden; allerdings überwiegt das private Angebot hier deutlich. Während nur einige wenige staatliche Hochschulen Sportmanagement anbieten, findet sich der Studiengang hingegen an fast allen privaten Hochschulen.

Große staatliche Uni oder kleine private Akademie - die Pros & Cons

Sport staatlich studieren

Zu den staatlichen Hochschulen zählen alle öffentliche Universitäten und Fachhochschulen in staatlicher Trägerschaft. Seit der Abschaffung der Studiengebühren punkten sie vor allem durch geringe Kosten; in der Regel zahlen die Studierenden lediglich einmal pro Semester die sogenannten Sozialbeiträge in Höhe von maximal 300 Euro.

Außerdem bieten die öffentlichen Hochschulen viele Freiräume: Die Studierenden haben hier die Möglichkeit, in verschiedene Bereiche "hineinzuschnuppern" und sich zwischen verschiedenen Sport-Spezialisierungen zu entscheiden - das gilt für die Universitäten noch viel mehr als für die Fachhochschulen. Zusätzlich legen die staatlichen Hochschulen großen Wert auf die Wissenschaftlichkeit und Forschung. Dementsprechend überrascht es nicht, dass hier vor allem Studiengänge wie Sportwissenschaften, Sport sowie Sport mit unterschiedlichen pädagogischen Schwerpunkten angeboten wird. Außerdem ist auch das Sport-Studium auf Lehramt eine Domäne der staatlichen Hochschulen, welches nur hier angeboten und absolviert werden darf. Als Nachteile von öffentlichen Bildungseinrichtungen gelten hingegen vor allem die oft überfüllten Veranstaltungen und Kurse, eine eher oberflächliche Betreuung durch Dozenten und Lehrpersonal sowie eine oftmals veraltete Ausstattung.

Sport privat studieren

Wer Sport privat studieren möchte, wird hier auf ein breites Angebot treffen, dass in der Regel sehr viel spezialisierter ist als an staatlichen Hochschulen. Dazu zählen vor allem Studiengänge wie Sportmanagement, Sport- und Eventmanagement, Sportpsychologie, Sportmarketing, Sportjournalistik und andere Medien-Studiengänge mit dem Schwerpunkt Sport. Private Hochschulen bieten außerdem viele Vorteile: dazu zählen vor allem kleine und überschaubare Lerngruppen, ein gutes Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Dozenten sowie eine moderne Ausstattung der Unterrichtsräume und Sportstätten. Im Gegensatz zu den staatlichen Hochschulen ist der Lehrplan an staatlichen Einrichtungen deutlich verschulter; es gibt einen festgelegten Stundenplan, der viel weniger Spielraum lässt als an den öffentlichen Unis.

Ob sich das als Vor- oder Nachteil erweist, ist in der Regel aber personenabhängig; wer gerne in festen Strukturen und nach Vorgabe lernt, der ist an der privaten Hochschule bestens aufgehoben. Der wohl größte Nachteil von privaten Hochschulen ist vor allem die Höhe der Studiengebühren; je nach Institut können diese schon mal hunderte bis sogar mehrere Tausend Euro pro Semester betragen. Allerdings bieten die meisten privaten Hochschulen gleichzeitig auch unterschiedliche Finanzierungsmodelle wie zum Beispiel die Ratenzahlung an; Stipendien, BAFöG und Studienkredite können ebenfalls bei der Studienfinanzierung helfen. Mehr Informationen findest du auf unserer Seite über Studienfinanzierung.

Fazit

Ob man sein Sport-Studium also an einer privaten oder an einer staatlichen Hochschule absolviert, hängt vor allem von zwei Faktoren ab: zum einen vom konkreten Studiengang, zum anderen von den persönlichen Vorlieben und beruflichen Zielsetzungen. Wer Sport-Lehrer, Sportwissenschaftler oder Sportpädagoge werden möchte, den führt der Weg an eine staatliche Hochschule.

Das gilt auch für alle, die gerne Sport studieren möchten, sich aber hinsichtlich der konkreten Ausrichtung oder Spezialisierung noch nicht sicher sind. Hier bieten die thematisch breiter aufgestellten öffentlichen Studiengänge die Chance, Einblicke in verschiedene Bereiche zu gewinnen. Sport privat zu studieren ist hingegen die richtige Wahl, wenn du bereits ein klar definiertes Berufsbild im Bereich des Sportmanagements, der Sportökonomie oder ähnlichen Bereichen vor Augen hast. Die spezialisierten Studiengänge bereiten optimal auf eine Karriere in der Wirtschaft und in Unternehmen vor. Hilfreich ist dabei auch die Tatsache, dass viele Dozenten an privaten Instituten selbst aus der Wirtschaft stammen und professionelle Netzwerke pflegen, von denen auch die Studierenden profitieren können. Das private Sport-Studium passt ebenfalls zu dir, wenn du Wert auf eine familiäre Lernatmosphäre, gute Betreuung und feste und regelmäßige Strukturen legst.

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