Sport und Gesundheit Studium

Du interessierst dich für Sport, aber auch für Gesundheit? Dann haben wir gute Neuigkeiten für dich: Beides lässt sich prima in einem Studium unterbringen. Du kannst die klassische Sportwissenschaft mit Gesundheitswissenschaften verbinden, dich in Prävention, Diagnostik und Therapie schulen oder Sportmanagement mit Fokus auf Gesundheitsmanagement studieren? All das ist möglich! Damit du hier den Überblick bewahrst, informieren wir dich auf dieser Seite über Studienmöglichkeiten, Studieninhalte, Zulassungsvoraussetzungen und berufliche Perspektiven.

Es gibt in Deutschland zahlreiche Bachelor- und Masterstudiengänge im Sportbereich, die einen Schwerpunkt auf Gesundheitsfragen legen. Bei dem großen Angebot hast du die Qual der Wahl: Aktiver Sport oder doch lieber vom Bürostuhl aus agieren? Das Studienangebot im Bereich Sport und Gesundheit erlaubt beides. So kannst du mit dem entsprechenden Studium als Therapeut und Berater arbeiten, aber genauso in der Marketingabteilung eines Unternehmens aus dem Sportbusiness oder dem Gesundheitswesen. Es ist also besonders wichtig sich im Vorfeld die unterschiedlichen Studienmöglichkeiten genau anzusehen.

Meistens verraten bereits die Studiengangsnamen, welche Aspekte inhaltlich im Vordergrund stehen und welche Berufswege sich damit einschlagen lassen. Wenn „Sportwissenschaft“ Teil der Studiengangsbezeichnung ist, kannst du davon ausgehen, dass du im Studium selbst auf den Sportplatz musst. In dem Fall studierst du Sportwissenschaften mit einem besonderen Fokus auf Gesundheitsaspekte, zum Beispiel Prävention, Gesundheitsförderung oder Diagnostik. Der Zusatz „Management“ verrät wiederum, dass das Studium auf Betriebswirtschaft basiert und die Inhalte besonders auf das Gesundheitswesen zugeschnitten werden.

Und dann gibt es noch eine Reihe von Studiengängen, die sich mit einzelnen Aspekten der Gesundheit beschäftigen, zum Beispiel Ernährung oder mit soziologischen Fragestellungen, die das Gesundheitssystem betreffen, wie das Altern der Gesellschaft.

Du siehst – im Bereich Sport und Gesundheit gibt es vielfältige Studienmöglichkeiten. Es ist also quasi für jeden Berufswunsch das Passende dabei!

Wusstest du, dass...

...Wladimir Putin Co-Autor eines Buches mit dem Titel „Judo: Geschichte, Theorie, Praxis“ ist?

...der Einfluss von Stimmung auf die Leistung in zahlreichen Studien nachgewiesen wurde?

...jedes Jahr werden rund 500 neue menschliche Krankheiten entdeckt werden?

...das südkoreanische Gesundheitsministerium zur Steigerung der Geburtenrate einmal monatlich das Licht früher abdrehen lässt?

Alles, was du über das Sport und Gesundheit Studium wissen musst!

Studieninhalte

Aufgrund der Vielfalt der Studienrichtungen im Bereich Sport und Gesundheit, versuchen wir dir hier die wichtigsten Studieninhalte der Bachelorstudiengänge im Bereich Sport und Gesundheit aufzulisten. Je nach Studiengang verlagern sich die Schwerpunkte und du wirst definitiv nicht immer alles lernen! Die Grundlagen der Sportwissenschaften, Bewegungswissenschaften und Trainingswissenschaften stellen aber immer die Basis von Sportstudiengängen mit dem Schwerpunkt Prävention und Therapie dar.

Folgende Inhalte sind Teil dessen bzw. ergänzen diese:

  • Sportmedizinische Grundlagen
  • Anatomie und Physiologie
  • Sportmedizinische Diagnostik
  • Leistungsdiagnostik
  • Chemie, Biochemie
  • Leistungsphysiologie, Biomechanik
  • Intervention durch Sport, Sporttherapie
  • Prävention und Sekundärprävention
  • Sportpsychologie
  • Trainingsevaluation
  • Sporternährung, Ernährungsphysiologie
  • Sportsoziologie, Sportpädagogik, Sportgeschichte
  • Gesundheitssport mit Kinder, Menschen mit Behinderungen, Älteren
  • Betriebliche und öffentliche Gesundheitsförderung
  • Sportpraxis
  • Sporttheorie
  • Schlüsselkompetenzen, wie Gesprächsführung, Kommunikations- und Verhaltenstraining
  • Forschungsmethoden

In Sportstudiengängen, die sich explizit dem Gesundheitsmanagement zuwenden, erlernst du außerdem u.a.:

  • Grundlagen der BWL
  • Finanzierung, Rechnungswesen
  • Statistik
  • Personalmanagement und Organisation
  • Gesundheitsmanagement
  • Sportmanagement

Schwerpunkte

Das Spektrum an möglichen Studieninhalten ist also riesig. Welche Inhalte genau vermittelt werden, hängt von der jeweiligen Hochschule ab. Informiere dich also vor der Bewerbung gut damit du im den für dich am besten passenden Studiengang landest!

Aktiver Sport im Sport und Gesundheit Bachelor

In fast allen Sportstudiengängen mit Gesundheitsbezug wirst du selbst schwitzend auf dem Sportplatz stehen. Die Ausübung von verschiedenen Sportarten ist also Teil des Studiums. Ausnahme bilden nur die Studiengänge, die einen eindeutigen Managementbezug haben und damit auf Karrieren im Gesundheitswesen ohne sportpraktische Tätigkeit vorbereiten.

Voraussetzungen

Formale Voraussetzungen

Für die Zulassung zum Sport/Gesundheit-Bachelor brauchst du zunächst einmal die Hochschulzugangsberechtigung. Die hast du dann, wenn du erfolgreich das Abitur, also die Allgemeine Hochschulreife absolviert hast. Die Fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife (Fachabi) werden meistens auch anerkannt.

Viele Hochschulen öffnen sich immer mehr für den Zugang ohne Abitur. In dem Fall muss die besondere Eignung nachgewiesen werden, zum Beispiel durch erste praktische Tätigkeiten auf dem Studienfeld oder einen Eignungstest.

Numerus Clausus (NC)

Sobald es auf einen Studiengang mehr Bewerber als freie Studienplätze gibt, kommt eine örtliche Zulassungsbeschränkung hinzu. Was heißt das? Jedes Semester werden nur Bewerber mit einem bestimmten Notendurchschnitt zugelassen – der NC. Dieser fällt jedes Semester anders aus. Des Weiteren kann auch die Anzahl von Wartesemestern behilflich für die Zulassung sein. Wenn du mehr über NC und Wartesemester wissen willst, dann wirf am besten einen Blick in unseren Beitrag NC im Sportstudium. Wenn du es ganz eilig hast, dann schau doch mal in folgender Übersicht, wie hoch der Notendurchschnitt in letzter Zeit war:

Hochschule

Studiengang

Semester

Zulassung nach Note
(+ Wartesemester)

Zulassung nach Wartesemester (+ Note)

Sporthochschule Köln

Sport und Gesundheit in Prävention und Therapie

WS 2016/17

2,2 (+2)

5 (+3,1)

Uni Giessen

Bewegung und Gesundheit

WS 2016/17

2,2 (2)

6 (2,4)

TU Chemnitz

Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssport

WS 2016/17

Alle Bewerber wurden zugelassen.

Uni Würzburg

Sportwissenschaft (Schwerpunkt: Gesundheit und Bewegungspädagogik)

WS 2016/17

1,6

Sporteignungsprüfung

Wer andere beim Sport anleiten will, muss selbst sportlich sein und über gute Fähigkeiten in mehreren Sportarten verfügen. So müssen Bewerber für ein sportwissenschaftliches Studium einen Sporteignungstest bestehen. Dieser wird meistens zweimal im Jahr angeboten und findet schon mehrere Wochen vor dem Bewerbungsschluss statt. Wer den Termin verpasst, hat Pech gehabt und muss ein Semester warten. Also besser nicht trödeln und sich ausreichend vorbereiten, denn der Test ist nicht leicht. Welche Sportarten getestet werden und welche Leistungen du genau erbringen musst, sagen wir dir in der Rubrik Sporteignungstest.

Persönliche Voraussetzungen

Neben der sportlichen Aktivität ist der Spaß am Umgang mit Menschen eine wichtige Schlüsselqualifikation. Kommunikationsfähigkeit und Empathie sind besonders wichtig für den Kontakt mit Kunden und Patienten. Ein Interesse für mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer sollte auch gegeben sein, da sich im Verlauf des Studiums immer wieder Schnittstellen zu Biologie, Mechanik und Medizin ergeben. Wer ein Talent für Englisch hat, wird es ebenfalls leichter haben: Viele Texte aus der Gesundheitswissenschaft sind auf Englisch verfasst.

Dauer und Verlauf

Bis zum Bachelorabschluss brauchst du in der Regel sechs Semester. Individuelle Gründe können das Studium auch mal verlängern: Ein weiteres Praktikum, ein Semester im Ausland, ein zeitaufwendiger Nebenjob oder eigene private Projekte gehören zum Beispiel dazu.

Unabhängig von der gewählten Studienrichtung werden in den ersten Semestern zunächst die Grundlagen deines Fachs vermittelt. Diese werden im weiteren Verlauf des Studiums sukzessive vertieft und erweitert.

Praktikum

Weil einen die reine Theorie oft nicht weit bringt, ist ein Praktikum heute an fast allen Hochschulen fester Bestandteil eines Bachelorstudiums. In einem Zeitraum von sechs Wochen bis sechs Monaten (abhängig von den Vorgaben der Hochschule bzw. deinen eigenen Ambitionen) sollst du das theoretisch Erlernte in einem Betrieb aus dem Sport- und Gesundheitsbereich praktisch anwenden und Einblick durch Profis erhalten. Wenn du Glück hast, knüpfst du hier bereits erste wichtige Kontakte für die berufliche Zukunft. Die Wahl des Arbeitgebers sollte also nicht leichtfertig gefällt werden. Kürzere Praktika lassen sich gut in den Semesterferien absolvieren, längere nehmen auch mal ein ganzes Semester ein.

Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit schreibst du im letzten Semester deines Studiums. In Absprache mit Dozenten wählst du ein Thema, das dich besonders interessiert. Mit der Bachelorthesis sollst du zeigen, dass du dich mit einem sport- und gesundheitsrelevanten Thema wissenschaftlich auseinander setzen kannst. Mit der Abgabe erwirbst du den akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.) oder Bachelor of Arts (B.A.).

Studienformen

Die meisten Bachelorstudiengänge im Bereich Sport und Gesundheit werden in Vollzeit angeboten. Das heißt nichts anderes, als dass das Studium deine Hauptaufgabe ist und du dich voll und ganz darauf konzentrierst (neben einem möglichen Nebenjob).

Wer bereits berufstätig ist und sich mit einem Bachelor im Bereich Sport und Gesundheit für neue Aufgaben qualifizieren möchte, findet sogar die Möglichkeit den Abschluss in Teilzeit zu erwerben. Immer mehr Hochschulen stellen sich auf den Bedarf nach berufsbegleitenden Studiengängen ein und bieten diese Studienform an.


Studieninhalte

Ein Masterabschluss ist dazu da im Bachelor erlerntes Wissen zu vertiefen, sich zu spezialisieren und für Führungspositionen zu qualifizieren. So verwundert es nicht, dass Managementkompetenzen und Aspekte der Betriebswirtschaft fast in allen Sport und Gesundheit Masterstudiengängen einen größeren Teil einnehmen.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • Strategisches Management
  • Gesundheitsmanagement, -ökonomie
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Sportmanagement,- ökonomie
  • Eventmanagement und Marketing im Sport- und Gesundheitssektor
  • Qualitätsmanagement
  • Sport als Dienstleistung
  • Sport- und Gesundheitskommunikation
  • Existenzgründung
  • Soziale Kompetenzen: Kommunikation, Führung, Zeitmanagement, Arbeitsorganisation

In Abhängigkeit der vorgegebenen und individuellen Studienschwerpunkte kommen weitere Themen hinzu, wie:

  • Rehawissenschaften
  • Diagnostik
  • Sportmedizin
  • Biochemie
  • Konzepte und Determinanten von Gesundheit
  • Messen und Beurteilen von Gesundheit
  • Erkrankungen verschiedener Art und ihre Therapie: internistisch, neurologisch, psychiatrisch-somatisch, orthopädisch
  • Biowissenschaftliche Grundlagen
  • Interventionen: koordinative und konditionelle Anforderungen
  • Bewegung im Alter
  • Ernährungsmedizin, Ernährungsphysiologie, Humanernährung
  • Pathophysiologie und Pathogenese
  • Sportpsychologie
  • Evaluation und Assessmentverfahren
  • Forschungsmethoden

Schwerpunkte

Diese hier aufgezählten Inhalte sind selbstverständlich nicht Gegenstand jedes Sport und Gesundheit Masters. Genau wie beim Bachelor kommt es ganz darauf an, welche Ziele mit dem Studium verfolgt werden: Soll es die Tätigkeit als Therapeut oder Berater werden oder lieber eine Führungsfunktion in einer Einrichtung oder einem Unternehmen des Gesundheitswesens? Jeder Master ist individuell und bietet unterschiedliche Perspektiven.

Aktiver Sport im Sport und Gesundheit Master

Der aktive Sport nimmt nur bei einem kleinen Teil der Sportmasterstudiengänge mit Gesundheitsbezug einen festen Platz im Studienverlaufsplan ein. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn therapeutische Übungen vermittelt werden. Viele Studiengänge konzentrieren sich im Master jedoch auf betriebswirtschaftliche Belange.

Voraussetzungen

Formale Voraussetzungen

Um für einen Master im Bereich Sport und Gesundheit zugelassen zu werden, muss ein Erststudium, also ein Bachelor oder vergleichbarer Abschluss, nachgewiesen werden. Idealerweise handelt es sich um einen thematisch verwandten Studiengang. Ein Bachelorabschluss in Sportwissenschaften erfüllt meistens die Bedingungen für einen anschließenden Sportmaster mit Gesundheitsbezug.

Die Zulassung klappt aber auch häufig mit einem anderen Sportstudium. Teilweise muss einfach eine festgelegte Zahl an Leistungspunkten (Credit Points) in bestimmten Fächern nachgewiesen werden. Ist das nicht der Fall, besteht manchmal sogar die Möglichkeit diese Leistungen durch Zusatzkurse nachzuholen.

Weitere Voraussetzungen

Die hier beschriebene Studienrichtung wird überwiegend von staatlichen Hochschulen angeboten. Aber es gibt auch private Institutionen, die im Bereich Sport und Gesundheit ausbilden. An privaten Hochschulen gibt es hochschuleigene Auswahlverfahren, die zum Beispiel ein Motivationsschreiben verlangen, einen eigenen Test durchführen und/oder zum persönlichen Vorstellungsgespräch einladen. Wie das genau aussieht, erfährst du im Artikel Bewerbung für ein Sportstudium.

Persönliche Voraussetzungen

Die eigene Sportlichkeit ist nicht in jedem angestrebten Beruf notwendig, in allen therapeutischen Feldern aber unabdingbar. Wer sich gut auf andere Menschen einstellen kann, empathisch und geduldig ist, erfüllt zwei weitere wichtige persönliche Eigenschaften. Neben weiteren sozialen Kompetenzen, wie eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit und ein Talent für Kommunikation, ist eine analytische Denkweise eine gute Voraussetzung für Führungspositionen. Mathematik sollte dir nicht fremd sein und ein Gespür für Organisation und Übersichtlichkeit hilft dir sowohl im Studium als auch später im Job.

Dauer und Verlauf

Die meisten Masterstudiengänge sind auf vier Semester angelegt.

Da Masterstudierende bereits über Grundlagenwissen ihres Fachs verfügen und der Master zeitlich viel kürzer gestaltet ist als ein Bachelorstudium, geht es gleich zu Beginn des Studiums in die Tiefe: Maximal im ersten Semester werden nochmal die wichtigsten Grundlagen behandelt. Im zweiten und dritten Semester geht es vor allem um die Aneignung von Spezialwissen.

Praktikum

Ein verpflichtendes Praktikum in einem dem Studienschwerpunkt entsprechenden Unternehmen, zum Beispiel im Gesundheitsmanagement, im Bereich der Therapie und Prävention oder im Sport- und Gesundheitsmarketing, ist im Master teilweise erforderlich. Wird kein Praktikum vorgeschrieben, bietet sich natürlich an eines freiwillig in der vorlesungsfreien Zeit zu absolvieren, um kurz vor Ende des Studiums nochmal wichtige Erfahrungen zu sammeln, die sich auf dem Lebenslauf gut machen.

Masterarbeit

Die Masterarbeit wird im letzten Semester verfasst. Mit dieser kannst du unter Beweis stellen, dass du dich wissenschaftlich mit einem Spezialthema der Sport- und Gesundheitsbranche auseinandersetzen kannst. Mit der erfolgreichen Abgabe wird der akademische Grad Master of Science (M.Sc.) oder Master of Arts (M.A.) verliehen.

Studienformen

Neben dem „normalen“ Vollzeitstudium, die häufigste Studienform eines Masters im Sport- und Gesundheitswesen, bieten einige Hochschulen auch ein Masterstudium mit dem Abschluss Master of Business Administration (MBA) an. Dieser richtet sich vor allem an Berufstätige, die bereits seit einigen Jahren in einem relevanten Bereich arbeiten, zum Beispiel im Gesundheitsmanagement oder Sportmanagement und sich für Führungspositionen auf der obersten Ebene qualifizieren wollen. Weil das Thema MBA sehr komplex ist, haben wir dafür eine eigene Rubrik: das MBA-Special.

Alternativ eröffnet sich für Berufstätige auch die Möglichkeit einen Masterabschluss über ein Fernstudium zu erwerben. Diese Studienform hat den Vorteil, dass man sich das meiste Wissen im Selbststudium aneignet und nur selten verpflichtenden Präsenzveranstaltungen beiwohnen muss. Wenn das für dich eine interessante Option ist, findest du bei uns auch eine Liste mit Fernstudienanbietern.

35 Hochschulen, die Sport und Gesundheit anbieten

Karriere nach dem Studium

Welchen beruflichen Weg du nach dem Studium einschlägst, hängt insbesondere von der eigenen Studienausrichtung ab. Mit dem richtigen Studienschwerpunkt kannst du Therapeut, Leiter eines Fitnessstudios, Produktmanager im Vertrieb werden oder Betriebe in der Gesundheitsförderung beraten. So ergeben sich vielfältige berufliche Perspektiven mit unterschiedlichen Aufgaben:

Therapeutische Aufgaben finden sich in Therapiepraxen und - zentren, Rehakliniken, Krankenhäusern, Wellness- und Fitnessstudios. Sie diagnostizieren Erkrankungen, therapieren Patienten jeder Altersstufe und führen präventive Maßnahmen durch.

Betriebswirtschaftliche Aufgaben mit und ohne Führungsverantwortung findest du zum Beispiel als Projektmanager bei Krankenkassen oder als Produktmanager für Unternehmen, die Sport- und Gesundheitsprodukte entwickeln und vertreiben. Beratende Tätigkeiten übernimmst du als Sportpsychologe für Sportler, in der Sportpädagogik in Bildungseinrichtungen oder im betrieblichen Gesundheitsmanagement, um Konzepte zu entwickeln, die die Gesundheit der Mitarbeiter fördern, verbessern und erkrankte Arbeitnehmer nach langer Fehlzeit wieder erfolgreich eingliedern.

Leitende Funktionen findest du als Standortleiter von Therapiepraxen, als Sportlicher Leiter eines Vereins oder in der obersten Managementebene von Unternehmen. Natürlich ist auch die Existenzgründung eine Option, die vor allem von Masterabsolventen angestrebt wird.

Forschende Tätigkeiten werden an Hochschulen selbst, aber auch in Unternehmen, die neue Produkte entwickeln, durchgeführt.

Konkrete Berufsbilder im Feld Gesundheit und Prävention beschreiben wir dir noch ausführlicher auf der Seite Berufe in Gesundheit und Prävention. Dort erfährst du u.a., was ein Medizinproduktberater, ein Projektmanager in der Gesundheitsförderung oder ein Sporttherapeut genau macht.

Gehalt

So vielfältig die Berufsaussichten, so unterschiedlich fällt die Gehaltsstruktur aus. Im Allgemeinen gilt: Im Gesundheitswesen sehen die Gehaltsaussichten durchschnittlich aus. Was soll das heißen? Nichts anderes als, dass man meistens von dem Geld gut leben kann. Wem jedoch ein luxuriöser Lebensstil vorschwebt, wird schnell feststellen, dass die richtig gut bezahlten Positionen eher rar sind. Da hilft nur der Schritt in die Selbstständigkeit, der – wenn es erfolgreich läuft – sich auch auf dem Konto bemerkbar macht.

Faktoren, die das Gehalt bestimmen

Folgende Aspekte gelten als Einflussgrößen bei Gehaltsfragen. Beachte jedoch, dass nichts in Stein gemeißelt ist: Ein Master führt nicht immer zu mehr Gehalt als ein Bachelor und auch in kleinen und mittelgroßen Unternehmen lässt sich Karriere machen. Alle folgenden Faktoren stehen in einem Wechselverhältnis zueinander und fallen mal mehr und mal weniger ins Gewicht:

  • Branche
  • Unternehmensgröße: Je größer das Unternehmen, desto wahrscheinlich ist ein höheres Gehalt
  • Tätigkeit: Umfang an Verantwortung, Anwendung von Spezialwissen
  • Position im Unternehmen: operative Tätigkeit oder Leitungsfunktion
  • Qualifikation: Bachelor oder Master, Zusatzqualifikationen, Berufserfahrung

Gehalt von Sporttherapeuten

Die Akademisierung von Gesundheitsberufen ist eine ganz neue Entwicklung der Sport- und Gesundheitsbranche. So liegen Gehaltsdaten von studierten Sporttherapeuten noch nicht in einer aussagefähigen Menge vor. Jedoch ist davon auszugehen, dass sich die Gehaltshöhe von Sporttherapeuten, die ein sportwissenschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt Prävention und Therapie absolviert haben, im gleichen Rahmen wie die von studierten Physiotherapeuten bewegt. Die hier angegebenen Diplom-Abschlüsse sind mit dem Bachelor vergleichbar.

AbschlussBeschreibungUnternehmensgrößeMonatsgehalt (brutto)
Bachelor27 Jahre, arbeitet als Therapeutin für Präventionklein2.400,- EUR
Bachelor50 Jahre, arbeitet als Physiotherapeutklein3.495,- EUR
Diplom39 Jahre, arbeitet als Physiotherapeutklein2.300,- EUR
Diplom24 Jahre, arbeitet als Physiotherapeutmittel2.105,- EUR
Diplom31 Jahre, arbeitet als Physiotherapeutklein2.500,- EUR
Diplom27 Jahre, arbeitet als Physiotherapeutmittel2.500 ,- EUR
Diplom FH47 Jahre, arbeitet als Ergotherapeut im Krankenhausgroß3.901,- EUR
Diplom45 Jahre, arbeitet als Bewegungstherapeut im Bereich Präventionmittel2.500,- EUR
Diplom FH49 Jahre, arbeitet in der Beratung von Suchtpräventiongroß2546,- EUR
Diplom37 Jahre, leitet ein Fitnessstudio mit Fokus auf Präventionmittel3.000,- EUR

Klein: 1 – 5 Mitarbeiter
Mittel: 26 – 100 Mitarbeiter
Groß: 101 – 1000 Mitarbeiter
Quelle: gehalt.de

Gehalt von Sportwissenschaftlern und Sportmanagern

In einer anonymen Umfrage haben wir Absolventen eines Sportwissenschaft und Sportmanagement Studiums zur Höhe ihres Gehalts gefragt. Da die Karrierewege sich mit Studierenden von Sport-/Gesundheitsstudiengängen überschneiden, lohnt sich auch ein Blick auf die folgenden Seiten: 

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Kommentare

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vor 4 Wochen

Mike Richter

Guten Tag,

ich bin gelernte Fachkraft für Lebensmitteltechnik und habe zusätzlich eine Weiterbildung als staatl. geprüfter Techniker für Lebensmitteltechnik Schwerpunkt: Lebensmittelverarbeitungstechnik auf einer Fachschule absolviert, habe aber kein Fachabitur. Da ich mich schon sehr lange für Ernährung und Sport interessiere und mich in der Vergangenheit 5 Jahre intensiv damit beschäftigt habe, würde ich gerne wissen, ob ich mit der Erfahrung Chancen auf ein Studium für Sport und Gesundheit hätte?

Liebe Grüße

Mike Richter

vor 3 Wochen

Antwort von: Katrin

Hallo Mike,

es gibt in der Tat Hochschulen, die sich immer mehr für den Zugang ohne Abitur öffnen. Dann muss die besondere Eignung nachgewiesen werden, zum Beispiel durch erste praktische Tätigkeiten auf dem Studienfeld oder einen Eignungstest. Am besten du wendest dich an die Studienberatung der einzelnen Hochschulen, die für dich infrage kommen.

Viel Erfolg!

Katrin vom Team Sport-studieren.de

October 2016

Sandra Gehle

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin examinierte Ergotherapeutin und habe mein Fachabitur im Sozial und Gesundheitswesen gemacht. Werde ich für ein Studium zugelassen? Beste Grüße, Sandra Gehle

October 2016

Antwort von: Laura

Hallo Sandra,

mit Fachabitur solltest du in den meisten Fällen die formalen Zulassungskriterien erfüllen. Trotzdem kann dein Wunsch-Studiengang zusätzlich einem NC unterliegen. Da die Zulassung von Hochschule zu Hochschule außerdem unterschiedlich geregelt sein kann, wendest du dich am besten direkt an die Hochschulen bzw. Akademien, die für dich in Frage kommen bzw. schaust auf den jeweiligen Webseiten nach.

Viele Grüße, Laura vom Team Sport-studieren.de

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