Weiterbildung Sportjournalismus

Für Sport interessieren sich viele Menschen – auch die, die ihn selbst nicht aktiv betreiben. Die Berichterstattung durch professionelle Journalisten bildet hier das Bindeglied zwischen Sport und Sportbegeisterten. Zusätzlich zum Bachelorstudium Sportjournalismus gibt es auch passende Aus- und Weiterbildungen. Hier findest du alle Infos zu den Lehrgängen, Voraussetzungen, Berufschancen und Gehalt.

Egal, ob in Printmedien, in TV und Rundfunk oder den digitalen Medien – Sportjournalisten sind immer mit von der Partie und berichten von Wettkämpfen, Tournieren oder anderen sportlichen Veranstaltungen. Dazu zählt das lokale Fußball-Derby genauso wie die Olympischen Spiele oder das Champions League-Finale.

Wer sich für eine Karriere als Sportjournalist interessiert, kann den Berufseinstieg auf verschiedene Arten schaffen: Entweder durch ein akademisches Studium mit einer entsprechenden Spezialisierung (z.B. Sportwissenschaften oder direkt Sportjournalismus) oder über eine entsprechende Aus- oder Weiterbildung. Zu letzterem findest du hier alle Infos.

Wusstest du, dass...

... schon im antiken Griechenland und Rom die Ergebnisse sportlicher Wettkämpfe veröffentlicht wurden?

... die professionelle Sportberichterstattung ihren Ursprung im 18. Jahrhundert hat?

... nur ca. 7% der deutschen Sportjournalisten weiblich sind? Tendenz steigend, aber noch viel Luft nach oben!

Alles zur Weiterbildung Sportjournalismus

Weiterbildung Sportjournalismus: Inhalte & Verlauf

Sportjournalisten benötigen vor allem zwei Qualifikationen, welche in den entsprechenden Weiterbildungen vermittelt werden: zum einen eine journalistisch-methodische, zum anderen eine inhaltlich-fachliche.

Zu ersteren zählen zum Beispiel Grundlagen der Kommunikationswissenschaft, die verschiedenen journalistischen Darstellungsformen sowie Kenntnisse über die deutsche Medienlandschaft. Zu den inhaltlichen Kompetenzen zählt vor allem sport- oder sportartenspezifisches Wissen.

Lehrinhalte in einer Sportjournalismus Ausbildung können zum Beispiel sein:

  • Grundlagen des Journalismus
  • Sport im Hörfunk/Fernsehen
  • Arbeitstechniken
  • Sportberichte
  • Fernsehjournalismus
  • Interviewen
  • Sportreportage
  • Sportgeschichte
  • Sportfotografie
  • Investigativer Journalismus
  • Onlinejournalismus
  • Existenzgründung für freie Journalisten

Natürlich unterscheiden sich die konkreten Inhalte je nach Lehrgang. Manche Anbieter legen den Fokus stärker auf die methodischen Kompetenzen, während bei anderen die sportwissenschaftlichen Module im Mittelpunkt stehen. Um deine ideale Weiterbildung zu finden, solltest du also am besten vorher die Lehrpläne der verschiedenen Weiterbildungen miteinander vergleichen.

Voraussetzungen

Je nach Anbieter können die Voraussetzungen für die Teilnahme zu einer Sportjournalismus Ausbildung sehr unterschiedlich sein. Während zum Beispiel das IST-Studieninstitut einen Schulabschluss inkl. einer abgeschlossenen Berufserfahrung oder alternativ die (Fach-)Hochschulreife voraussetzt, verlangt die Akademie der Bayrischen Presse erste Erfahrungen im Bereich des Sportjournalismus (zum Beispiel als Volontär oder Redakteur). Das deutsche Journalistenkolleg hingegen lässt nur Studierende zu, die entweder das Abitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine dreijährige berufliche Erfahrung mitbringen. Alternativ ist der Zugang auch möglich, wenn parallel zum Lehrgang ein Volontariat in einem Sender oder einem Verlag absolviert wird oder der Bewerber fünf Jahre Berufserfahrung im Mediensektor nachweisen kann.

Die große Variation an unterschiedlichen Kriterien macht es empfehlenswert, sich bereits frühzeitig beim Institut deiner Wahl über die notwendigen Qualifikationen und Nachweise zu informieren.

Dauer und Ablauf

Wie viel Zeit eine Weiterbildung zum Sportjournalist an Anspruch nimmt, ist ganz vom individuellen Kurs abhängig. Je nach Angebot variiert die Dauer zwischen einigen Tagen und mehreren Monaten bis hin zu knapp anderthalb Jahren.

Auch bei der Durchführung der Weiter- bzw. Ausbildungen gibt es Unterschiede: Lehrgänge mit einer mehrtägigen Dauer sind in der Regel als Präsenzveranstaltung organisiert, während längere Kurse meist in Form eines Fernstudiums abgehalten werden. In diesem wechseln sich Phasen des Selbststudiums mit Präsenzphasen am jeweiligen Institut ab. In den Selbstlernphasen eigenen sich die Teilnehmer das notwendige Wissen mit Hilfe von sogenannten Studienbriefen an, die sie per Post bekommen oder online abrufen können.

Die Präsenzveranstaltungen finden normalerweise am Wochenende oder in Form eines Blockseminars statt, so dass auch Berufstätige an ihnen teilnehmen können. Im Laufe der Weiterbildung müssen die Teilnehmer ihr journalistisches Können außerdem in schriftlichen Hausarbeiten oder einer Examensarbeit unter Beweis stellen. Oftmals wird der Lehrgang zusätzlich mit einer Klausur abgeschlossen.

Anerkennung

Egal, ob du deine Weiterbildung als Präsenzlehrgang oder als Fernstudium abgeschlossen hast: Am Ende erhältst du immer ein Zertifikat oder ein Diplom des jeweiligen Instituts. Da es bei den Weiterbildungen der Sport- und Fitnessbranche aber kaum einheitliche Richtlinien und Qualitätsstandards gibt, können die Wertigkeit der unterschiedlichen Abschlüsse und deren Anerkennung auf dem Arbeitsmarkt allerdings stark variieren.

Bei einem Sportjournalismus Fernstudium kann man für eine gewisse Qualitätssicherung beispielsweise auf das Siegel der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) achten. Sie überprüft die Lehrgänge und lässt sie offiziell zu. Im Präsenzbereich gibt es kein vergleichbares Siegel.

Am besten erkundigst du dich also vorher, welche Wertigkeit der Abschluss deiner Wunschweiterbildung wirklich hat. Als Informationsquelle eignen sich zum Beispiel ehemalige Absolventen, berufstätige Kollegen oder spezifische und unabhängige Online-Foren. In dem Abschnitt „Wie erkenne ich eine gute Sport- und Fitness-Weiterbildung“ erklären wir dir, an welchen Kriterien du außerdem sehen kannst, dass es sich um eine qualitativ hochwertige Weiterbildung handelt.

Sportjournalismus: Berufsbild & Karriere

Klassische Arbeitgeber für Sportjournalisten sind vor allem die Redaktionen verschiedenster Medien. Regionale oder überregionale Zeitungen, zahlreiche Fachzeitschriften, TV- oder Rundfunksender beschäftigen auf den Sport spezialisierte Mitarbeiter, die für sie von Events berichten, Sportler interviewen oder umfassende Analysen und Hintergrundberichte verfassen. Eine zukunftsträchtige(re) Branche sind außerdem die diversen Online-Medien, welche am Markt einen immer größeren Anteil einnehmen. Hier bieten sich auch für spezialisierte Sportjournalisten Chancen, da nicht nur über populäre und kommerzielle Sportarten, sondern auch über alle möglichen Rand- und Extremsportarten berichtet wird.

Eine weitere Karrieremöglichkeit für qualifizierte Sportjournalisten bietet die Selbstständigkeit. Wer als „freier Redakteur“ arbeitet, bietet seine Artikel, Interviews und Reportagen verschiedenen Medien an und arbeitet oft parallel für mehrere Zeitschriften, Journale oder Sender. Neben diversen Redaktionen finden Sportjournalisten aber auch Arbeit bei Sportvereinen, Verbänden oder Unternehmen. Oft vertreiben diese eigene Fachzeitschriften oder suchen kundige Mitarbeiter für die inhaltliche Pflege ihres Online-Auftritts und der Öffentlichkeitsarbeit.

Gehalt

Das durchschnittliche Gehalt von angestellten Sportjournalisten liegt ungefähr zwischen 2.500 und 3.000 Euro im Monat. Dabei ist die Einkommensspanne insgesamt sehr groß: Möglich sind Jahresgehälter, die ca. zwischen 20.000 und 60.000 Euro oder sogar höher rangieren.

Wie hoch dein Lohn tatsächlich ist, hängt dabei vor allem von Faktoren wie deinem Arbeitgeber, deiner Tätigkeit, deiner Berufserfahrung und deiner Position ab – denn schließlich verdient ein Chefredakteur deutlich mehr als ein Volontär oder ein Junior-Redakteur. Noch schwieriger ist es, konkrete Aussagen über das Einkommen von freiberuflichen Sportjournalisten zu machen. Wie viel du als freier Journalist verdienst, hängt letztendlich wesentlich davon ab, wie gut du dich, deine Fähigkeiten und deinen Artikel auf dem Markt verkaufen kannst. Nach einer Studie des Deutschen Fachjournalistenverbandes aus dem Jahr 2008 liegt das Einkommen eines typischen freien Journalists im Durchschnitt bei ca. 2.500 Euro monatlich – es kann aber auch deutlich nach oben oder unten abweichen.

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