Weiterbildung Fitnesstrainer (ABC-Lizenz)

Immer mehr Menschen möchten fit und gesund sein – und nehmen dafür vermehrt die Hilfe von Profis in Anspruch. Hier kommen Fitnesstrainer ins Spiel: Ihre Hauptaufgabe ist es, die Kunden im Training und bei der richtigen Ausführung der Übungen an den Geräten anzuleiten und zu unterstützen und ihnen so zu helfen, ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Aber wie wird man Fitnesstrainer? Nachfolgend gibt es alle Infos zur Weiterbildung bzw. Ausbildung.

Fitnesstrainer sind nicht nur auf der Trainingsfläche wichtige Ansprechpartner, sondern auch Berater für Fragen der Ernährung und einer ausgewogenen und gesunden Lebensweise. Dabei sollte man nicht unterschätzen, wie verantwortungsvoll diese Aufgabe ist, denn falsch ausgeführt, können viele Übungen und Trainingsmethoden mehr schaden als nützen. Auch müssen Fitnesstrainer die individuellen körperlichen Voraussetzungen der einzelnen Kunden berücksichtigen und das Training ggf. auch auf Erkrankungen und Verletzungen abstimmen.

Aus diesem Grund muss mittlerweile jeder, der als Trainer arbeiten möchte, auch eine entsprechend fundierte Ausbildung mitbringen: Eine B-Lizenz oder A-Lizenz ist heutzutage die Grundvoraussetzung, um professionell in einer Fitnesseinrichtung tätig zu werden. Diese kann man an verschiedenen Instituten im berufsbegleitenden Fernstudium oder in diversen Präsenzlehrgängen als Weiterbildung bzw. Ausbildung erwerben.

Wusstest du, dass...

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Alles zur Fitnesstrainer ABC Lizenz (Weiterbildung)

25 Institute mit Weiterbildung zum Fitnesstrainer

Fitnesstrainer-Ausbildung: Inhalte & Verlauf

Es gibt zahlreiche Institute, Akademien und Verbände, bei denen man eine Fitnesstrainer-Lizenz über ein berufsbegleitendes Fernstudium oder einen Präsenzlehrgang erwerben kann. Das IST-Studieninstitut, die Academy of Sports oder das BTB Bildungswerk für therapeutische Berufe sind hier nur einige Beispiele. Die konkreten Einzelmodule der verschiedenen Weiterbildungen und Ausbildungen können sich dabei je nach Anbieter unterscheiden, haben aber immer eine thematisch ähnliche Zusammenstellung, die sich aus sport- und trainingswissenschaftlichen sowie medizinischen Elementen zusammensetzt.

C-Lizenz:

Eine Trainer-Ausbildung der Stufe C eignet sich vor allem für berufliche Einsteiger. Hier geht es darum, zuerst einmal einen groben Einblick in die unterschiedlichen Wissensgebiete des Trainerberufs zu bekommen. Auf dem Lehrplan stehen Grundkenntnisse in Physiologie, Anatomie sowie Trainings- und Bewegungslehre.

B- und A-Lizenz:

Weit spezifischer als bei der C-Lizenz sind die Inhalte der B-und A-Lizenzen, denn hier lernen die Teilnehmer neben fortgeschrittenen medizinischen Inhalten aus dem Bereich der Diagnostik, der Anatomie und der Ernährungslehre auch spezifische Methoden der Trainingsgrundlagen und der -planung kennen.

Auf dem Stundenplan der Fitnesstrainer Weiterbildung finden sich dabei Module wie

  • Cardiotraining
  • Fitnessernährung
  • Gewichtsabbau
  • Krafttraining ohne Geräte
  • Zielgruppenspezifische Trainingspläne
  • Gerätetraining
  • Anamnese
  • Sportrehabilitation
  • Grundlagen der Nährstofflehre
  • Trainings- und Bewegungslehre
  • Internistische und neurologische Krankheitsbilder
  • Medizinisches Fitnesstraining

In manchen Weiterbildungen erwirbt man mit dem Abschluss übrigens nicht nur eine Lizenz, sondern direkt mehrere. So schließt man zum Beispiel die Weiterbildung als „Sport- und Fitnesstrainer“ an der IST-Hochschule mit der B-Lizenz „Fitnesstraining (IST)“, der A-Lizenz „Medizinisches Fitnesstraining (IST)“, der B-Lizenz „Sporternährung“ und der A-Lizenz „Personal Training (IST)“ ab.

Hier wird auch deutlich, wie viele unterschiedliche Spezialisierungsmöglichkeiten und Aufbaustufen es im Bereich der Trainingslizenzen gibt. So kann man sich zum Beispiel zum Fachtrainer für Pilates, Yoga, Aerobic, Rückentraining oder Wellness weiterbilden, eine weiterführende Ausbildung als Personal Trainer absolvieren oder sich in Bereichen wie dem Entspannungs-, dem Cardio- oder dem Medizinischen Fitnesstraining spezialisieren.

Voraussetzungen

Die Fitnesstrainer-Ausbildung ist nach den Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes als vierstufiges System aufgebaut: Teilnehmer können entweder eine C-Lizenz, B-Lizenz oder A-Lizenz erwerben. Inhaber einer A-Lizenz haben zusätzlich die Möglichkeit, eine Diplom-Trainerausbildung anzuschließen.

Der Fitnesstrainer-„Schein“

Die C-Lizenz stellt die Grundstufe der Trainerausbildung dar und berechtigt zu einer Assistenztätigkeit im Bereich Fitness. Für die Teilnahme muss man in der Regel keine besondere Qualifikation mitbringen, es genügen ein persönliches Interesse an den Themen Sport, Fitness und Gesundheit sowie Bewegungsfreude und Spaß am Umgang mit Menschen.

B-Lizenzen sind die zweite Stufe der Trainerausbildung, in welchen die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben werden, um als Fitnesstrainer arbeiten zu können. In der Regel ist die C-Lizenz keine Voraussetzung für die Teilnahme an einer Weiterbildung der Stufe B, kann aber von manchen Anbietern verlangt werden.

Normalerweise genügen aber ein gewisses Maß an praktischer Studioerfahrung sowie der Nachweis über einen abgeschlossen Erste-Hilfe-Kurs. Anders sieht es bei den A-Lizenzen aus, deren Absolventen sich nach dem Abschluss auf der Profiebene bewegen. Hier ist der Nachweis über den Besitz einer B-Lizenz Voraussetzung für die Teilnahme, allerdings gibt es auch kombinierte Ausbildungen, in welchen die Studierenden beide Lizenzen parallel erwerben können. Diese setzen sich dann aus der B-Lizenz sowie verschiedenen Aufbau- und Wahlpflichteinheiten der Stufe A zusammen. Die höchste zu erwerbende Qualifikation ist schließlich die des staatlich geprüften

Diplom-Trainer

Diese Ausbildung baut auf dem in der Weiterbildung „Fitnesstrainer A-Lizenz“ erworbenen Wissen und Fähigkeiten auf und ist ein berufsakademisches Studium. Um zur (in der Regel mehrjährigen) Trainerausbildung zugelassen zu werden, braucht man außerdem einen Schulabschluss sowie einen Nachweis über umfangreiche praktische Erfahrung als Trainer.

Da sich die konkreten Zulassungsvoraussetzungen je nach Anbieter und Lehrgang unterscheiden können, sollte man sich vor der Anmeldung direkt beim favorisierten Institut selbst erkundigen, welche Qualifikationen notwendig sind.

Ablauf und Dauer

Der Ablauf eines Fernstudiums zum Fitnesstrainer ähnelt sich bei den meisten Anbietern: Der Großteil des Lehrgangs, egal ob C-, B- oder A-Lizenz, wird als Selbststudium absolviert und dann durch Präsenzveranstaltungen mit praktischen Inhalten ergänzt. Diese finden meist an einem oder mehreren Wochenenden statt und dienen dazu, das theoretisch erlernte Wissen auch in der Praxis anzuwenden und umzusetzen. Der Aufwand für das Selbststudium kann je nach Weiterbildung variieren, liegt aber realistisch zwischen 1 bis 2 Stunden Lernaufwand pro Tag.

Unterschiede gibt es bei der Dauer der Weiterbildungen; je nach Institut und Lizenz schwankt die meist zwischen 12 Wochen und 18 Monaten, wobei die nicht so umfangreiche C-Lizenz natürlich deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als die B- oder A-Lizenz oder die mehrjährige Diplomtrainer-Ausbildung.

Am Ende des Fernstudiums stehen meist eine schriftliche und eine praktische Prüfung, in der die Studierenden ihr erlerntes Wissen und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen. Neben dem Fernstudium gibt es auch noch die Möglichkeit, seinen Trainerschein in zeitlich komprimierten Präsenzlehrgängen zu erwerben, welche oft nur eine Dauer von wenigen Tagen haben.

Diplom-Trainer:

Auf der höchsten Qualifikationsstufe lernen die Teilnehmer vor allem die systematischen Aspekte der entsprechenden Sportart kennen. Dazu gehören die Planung und Leitung des leistungssportlichen Trainings, sportpädagogische und -soziale Aspekte, Teambuilding, Trainings- und Wettkampflehre, Sportpsychologie, Leistungsentwicklung sowie die Aus- und Weiterbildung von Nachwuchstrainer und Übungsleitern. Nach dem Absolvieren einer Grundausbildung sind eine Spezialisierung sowie eine sportartenspezifische Ausbildung vorgesehen.

Anerkennung

Alle Lizenzen als Fitnesstrainer können durch ein berufsbegleitendes Fernstudium erworben werden. Viele Institute bieten aber als Fitnesstrainer Ausbildung auch reine Präsenzveranstaltungen an, welche in der Regel eine Dauer von einigen Tagen oder Wochen haben.

Da die Aus- und Weiterbildung zum Fitnesstrainer nicht staatlich reguliert ist und es keine einheitlichen Instrumente der Qualitätssicherung gibt, kann sich das Niveau der unterschiedlichen Angebote unterscheiden. Wer ein Fernstudium absolviert, sollte auf jeden Fall auf die Anerkennung der Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) achten - sie überprüft die Qualität der Fernlehrgänge.

Es ist dennoch schwierig, eine einheitliche Aussage zur Anerkennung der einzelnen Ausbildungen und Weiterbildungen im Bereich Fitness zu treffen. Im Endeffekt sind es die Arbeitgeber, die entscheiden, ob die Inhalte und die Form deines Abschlusses ihren eigenen Anforderungen entsprechen. Ob ein Angebot seriös ist oder nicht, kannst du aber auch an einer Reihe von Kriterien erkennen, die wir dir in unserem Artikel „Wie erkenne ich eine gute Weiterbildung“ vorstellen.

Fitnesstrainer: Berufsbild und Karriere

In der boomenden Gesundheits- und Sportbranche steigt auch der Bedarf an professionellen Trainern, denn eine Fitnessanlage steht und fällt mit der Qualität und Kompetenz ihrer Mitarbeiter. Anstellung findet man nach der Fitnesstrainer Ausbildung bzw. Weiterbildung vor allem in Fitnessstudios und -zentren, Hotels, Freizeit- und Touristikeinrichtungen, Sportvereinen oder Rehabilitationseinrichtungen. Hier trainiert man mit Einzelpersonen und in Gruppen, führt Kurse durch, erstellt Trainingspläne und -programme und beräten die Kunden hinsichtlich einer gesunden Ernährung und Lebensweise. Diplom-Trainer findet man hingegen vor allem im Bereich des professionellen bzw. des Leistungssports, wo sie für die Konzipierung und Leitung des Trainings von Einzelsportlern und Teams verantwortlich sind.

Mit einer entsprechenden Qualifikation und genügend beruflicher Erfahrung ist auch die Selbstständigkeit ein möglicher Karrierepfad. Um als angestellter oder freiberuflicher Trainer zu arbeiten, muss man übrigens mindestens eine Qualifikation auf B-Niveau mitbringen. Da die Konkurrenz im Fitnessbereich nicht grade klein ist, haben vor allem spezialisierte Trainer gute Berufsaussichten. Deren Fachwissen hebt sie von ihren Mitbewerbern ab und ermöglicht den Zugang zu Jobs in Bereichen wie Wellness oder dem medizinischen Training.

Gehalt

Ähnlich wie in anderen Bereichen der Fitness hängt das Einkommen von Fitnesstrainern von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie z.B. Studiogröße und -standort, Berufserfahrung und die Art der Lizenz. Das macht es so gut wie unmöglich, konkrete Zahlen zu nennen. Eine realistische Angabe ist ein monatliches Einkommen, das zwischen 1.500 und 3.000 Euro liegt. Die Seite Gehaltsvergleich.com nennt folgende Zahlen:

1. QuartilMittelwert3. Quartil
1.302 Euro1.892 Euro3.062 Euro

(1. Quartil = 25% aller Gehälter liegen unter diesem Wert. 3. Quartil = 25% aller Gehälter liegen darüber)

Weitere Beispiele für das Fitnesstrainer Gehalt:

GeschlechtAlterBerufserfahrungArbeitszeit/ WocheMonatsgehalt brutto
männlich355 Jahre32 Std.830 €
weiblich46über 25 Jahre38 Std.1.300 €
männlich349 Jahre40 Std.1.350 €
weiblich3510 Jahre40 Std.2.200 €
weiblich378 Jahre42 Std.3.560 €
männlich325 Jahre38 Std.3.010 €
weiblich385 Jahre40 Std.3.730 €
männlich251 Jahr35 Std.1.655 €

(Quelle: gehalt.de und eigene Recherche)

Chancen auf ein höheres Gehalt haben Fitnesstrainer, die sich in einem bestimmten Bereich spezialisiert haben. Besonders im medizinisch-sportlichen Bereich oder im Personal Training werden meist höhere Löhne gezahlt als im „reinen“ Fitnesstraining. Wie viel du als selbstständiger Fitnesstrainer verdienst, hängt hingegen vor allem davon ab, wie erfolgreich du in Sachen Eigenmarketing bist und wie viele zahlungskräftige Kunden deine Dienste regelmäßig in Anspruch nehmen.

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