Erfahrungsbericht: Bachelor BWL für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler an der Uni Oldenburg

Das Center für lebenslanges Lernen (C3L) der Uni Oldenburg bietet ein deutschlandweit einmaliges berufsbegleitendes Studium an: "BWL für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler" kombiniert die Betriebswirtschaftslehre mit Sportmanagement und ist, wie es der Name sagt, speziell für Berufs- und Spitzensportler ausgelegt. Wir konnten Nils Torbrügge, Profi-Handballspieler beim TSV GWD Minden zu seinen Erfahrungen mit dem Studium befragen.

Erfahrungsbericht von Nils

Darum habe ich mich für den Studiengang entschieden:

Es ist ein internetgestützter berufsbegleitender Studiengang mit Präsenzterminen, der auf die Bedürfnisse von Profi-Sportlern angepasst ist.

Ich bin hauptberuflich als Handballer beim Bundesligisten GWD Minden angestellt. Ich wollte mich jedoch direkt nach meinem Abitur für meinen späteren Arbeitsplatz in der Wirtschaft weiterqualifizieren. Der Studiengang "BWL für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler" an der Universität Oldenburg hat daher genau in mein Anforderungsprofil gepasst.

Ich wollte einen universitären Bachelorabschluss machen und konnte hier neben der reinen Betriebswirtschaftslehre zwischen den Schwerpunkten "Unternehmensmanagement" und "Sportökonomie/ Sportmanagement" wählen.

Es ist ein internetgestützter berufsbegleitender Studiengang mit Präsenzterminen, der auf die Bedürfnisse von Profi-Sportlern angepasst ist. Der Studiengang besteht also nur aus aktiven und ehemaligen Sportlern aller Leistungsportarten. Zudem ist der Studienaufbau sehr flexibel gestaltbar und ein enger Kontakt zur Studiengangsleitung ermöglicht viele individuelle Absprachen.

So lief mein Studium ab:

Besonders gut finde ich, dass die Themen von den Lehrenden in den einzelnen Modulen nicht verbindlich vorgegeben werden. So kann man sich aus seinen eigenen Stärken und Interessen innerhalb jeden Moduls eine praxisnahe Forschungsfrage suchen und beantworten.

Der Studiengang "BWL für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler" ist in Teilzeitform (berufsbegleitend) studierbar und auf eine Regelstudienzeit von vier Jahren ausgelegt.

Während des Studiums belegt man insgesamt 20 Module: 10 Pflichtmodule (Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre) und 10 Wahlpflichtmodule (vertiefende Inhalte in verschiedenen Themenbereichen der Betriebswirtschaftslehre mit sportspezifischen).

Alle Module sind inhaltlich voneinander weitestgehend unabhängig, um eine flexible Studieneinteilung und -gestaltung zu ermöglichen. Ich persönlich habe jedes Semester zwischen drei und vier Modulen belegt und konnte diese erfolgreich neben dem Sport abschließen. Dies kann jeder Student jedoch individuell wählen, nur die Zeit des Studiums verlängert sich dementsprechend.

Die Module sind folgendermaßen aufgebaut:

Die Gesamtdauer eines Studienmoduls beträgt ca. 20 Wochen. Dabei unterteilt sich ein Modul in folgende Phasen:

  • Erste Online-Phase: In dieser arbeitet man das Studienskript selbständig durch, beantwortet Online-Aufgaben die durch Mentoren betreut werden und bereitet sich auf die Klausur vor.
  • Erste Präsenz: Das Studienskript wird durch die Lehrenden kurz inhaltlich bearbeitet und man schreibt eine Klausur. Diese zählt 1/5 der Note des Moduls. Zudem werden Projektgruppen organisiert und praxisrelevante Aufgaben formuliert und analysiert, Konzepte erarbeitet und Arbeitsplanungen vorgenommen.
  • Zweite Online-Projektbearbeitung: Innerhalb der Projektgruppe bearbeitet man selbständig das vorher ausgewählte Thema bis zur zweiten Präsenz.
  • Zweite Präsenz: Hier wird das bearbeitete Thema vorgestellt. Verschiedene Prüfungsformen von der Präsentation bis hin zur Hausarbeit stehen hier zur Wahl. Diese Teilnote zählt 4/5 der Modulnote.

Besonders gut finde ich, dass die Themen von den Lehrenden in den einzelnen Modulen nicht verbindlich vorgegeben werden. So kann man sich aus seinen eigenen Stärken und Interessen innerhalb jeden Moduls eine praxisnahe Forschungsfrage suchen und beantworten. Ich habe häufig betriebswirtschaftliche Fragen meines Vereins oder Sponsorenunternehmen gewählt.

Die Präsenztermine finden immer montags bis dienstags statt, so dass Trainingsausfälle nur sehr gering waren und frühzeitig mit meinem Verein abgesprochen werden konnten. Es gibt zudem die Möglichkeit, per Skype-Schaltung an den Präsenztagen teilzunehmen. Sollte kurzfristig doch ein wichtiges Training stattfinden, werden immer verträgliche Lösungen für beide Seiten gefunden.

Diese Interessen und Fähigkeiten sollte man für den Studiengang mitbringen:

Vor allem sollte die Bereitschaft da sein, etwas für die berufliche Zukunft nach dem Sport machen zu wollen. Zudem wird ein grundlegendes Verständnis für betriebswirtschaftliche Inhalte erwartet.

Rein formell sollte man aktiver oder ehemaliger Spitzen- bzw. Hochleistungssportlerin oder -sportler (A-, B-, C-Kader, Bundesliga oder vergleichbare Organisation) sein, also etwa 20 - 30 Stunden pro Woche für Sport (Training, Wettkampf, Organisation) verwenden.

Vor allem sollte die Bereitschaft da sein, etwas für die berufliche Zukunft nach dem Sport machen zu wollen. Zudem wird ein grundlegendes Verständnis für betriebswirtschaftliche Inhalte erwartet.

Aber auch das Interesse am Sportumfeld, sowie an den Besonderheiten der Sportwirtschaft sollte vorhanden sein.

Weitere Infos?

BWL für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler (B. A.) C3L, Universität Oldenburg 0441-798-4409

Mail: bwlsport(at)uni-oldenburg.de
Web: www.bwlsport.uni-oldenburg.de

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